Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz
Aus GEG wird GModG
2026: Was Eigentümer in Siegen, Olpe und Südwestfalen jetzt wissen sollten
Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) steht die nächste große Veränderung im Gebäudesektor bevor. Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll umfassend überarbeitet werden. Für Eigentümer in Siegen, Olpe, Drolshagen, Freudenberg, Attendorn, Wenden und ganz Südwestfalen ergeben sich dadurch neue Chancen — aber auch neue Unsicherheiten.
Als regionale und unabhängige Energieberatung beobachten wir die aktuellen Entwicklungen genau. Besonders interessant: Die aktuelle Stellungnahme des GIH Bundesverband zum Nationalen Gebäuderenovierungsfahrplan zeigt deutliche Kritikpunkte am aktuellen Entwurf.
Was ändert sich mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz?
Die Bundesregierung plant, das bisherige „Heizungsgesetz“ grundlegend neu aufzustellen. Ziel ist laut Politik:
- mehr Technologieoffenheit
- weniger Bürokratie
- stärkere Wirtschaftlichkeit
- flexiblere Sanierungswege
Für Eigentümer bedeutet das vor allem:
- mehr Entscheidungsfreiheit bei Heizsystemen
- veränderte Förderbedingungen
- neue Anforderungen an Energieausweise
- stärkere Fokusierung auf energetisch schlechte Gebäude
- mehr Datenerfassung und Monitoring
Gerade im ländlich geprägten Raum betrifft das viele ältere Bestandsgebäude unmittelbar.
Kritik des GIH: Fehlende Planungssicherheit
Der GIH kritisiert in seiner Stellungnahme, dass der aktuelle Entwurf „hinter den Anforderungen an ein strategisches Steuerungsinstrument zurückbleibt“.
Konkret fehlen laut Verband:
- klare Zielwerte
- nachvollziehbare Umsetzungsstrategien
- verlässliche Investitionsleitplanken
- belastbare Gebäudedaten
Für Eigentümer und Unternehmen ist Planungssicherheit jedoch entscheidend. Viele Investitionen in:
- Wärmepumpen
- energetische Sanierungen
- Fenster
- Dämmmaßnahmen
- Lüftungstechnik
- Gewerbeimmobilien
werden langfristig geplant und finanziert.
Energieausweise werden künftig wichtiger
Ein zentraler Punkt des neuen GModG dürfte die stärkere Erfassung des Gebäudebestands werden.
Der GIH fordert perspektivisch Energieausweise für nahezu alle Gebäude — auch ohne Verkaufs- oder Vermietungsanlass.
Das könnte langfristig erhebliche Auswirkungen haben auf:
- Immobilienwerte
- Vermietbarkeit
- Finanzierungsmöglichkeiten
- Förderfähigkeit
Gerade viele Bestandsimmobilien in Siegen-Wittgenstein, Olpe oder dem Sauerland weisen noch erheblichen Sanierungsbedarf auf.
Eine unabhängige Energieberatung hilft dabei, frühzeitig sinnvolle und wirtschaftliche Sanierungsstrategien zu entwickeln.
Nichtwohngebäude und Unternehmen stärker betroffen
Für Unternehmen in Südwestfalen wird das Thema ebenfalls wichtiger.
Der GIH fordert unter anderem:
- technologieoffene Effizienzanforderungen
- stärkere Differenzierung nach Nutzung
- bessere Gebäudedatenbanken
- vereinfachte Nachweisverfahren
- Mindeststandards bei größeren Sanierungen
Themen wie:
- Energiemonitoring
- Gebäudeautomation
- Lastmanagement
- Energieaudits nach DIN EN 16247
- Wärmerückgewinnung
- Sanierung ineffizienter Hallengebäude
werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) bleibt zentral
Besonders interessant aus Sicht der Energieberatung:
Der GIH fordert, den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) künftig noch stärker als zentralen Renovierungspass zu etablieren.
Für Eigentümer in Südwestfalen bleibt der iSFP deshalb weiterhin ein wichtiges Instrument:
- strukturierte Sanierungsplanung
- zusätzliche Förderboni
- langfristige Investitionssicherheit
- bessere Abstimmung einzelner Maßnahmen
Bei älteren Ein- und Zweifamilienhäusern in der Region rund um Siegen, Olpe, Wenden, Drolshagen oder Freudenberg schafft ein iSFP oft erstmals Transparenz über sinnvolle Sanierungsreihenfolgen.
Förderlandschaft bleibt unsicher
Ein weiterer Kritikpunkt des GIH betrifft die Förderpolitik.
Laut Stellungnahme fehlt aktuell eine nachvollziehbare Strategie, wie die notwendigen Investitionen bis 2045 finanziert werden sollen.
Der Verband fordert deshalb:
- langfristig stabile Förderprogramme
- weniger kurzfristige Änderungen
- effizientere Mittelverwendung
- stärkere Förderung ineffizienter Gebäude
Für Eigentümer in NRW bedeutet das:
Wer investieren möchte, sollte Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen und Sanierungsmaßnahmen strategisch planen.
Unser Fazit als Energieberatung in Südwestfalen
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz wird den Gebäudesektor nachhaltig verändern — auch wenn viele Details aktuell noch offen sind.
Klar ist jedoch schon heute:
Die Anforderungen an energetische Qualität, Dokumentation und langfristige Sanierungsstrategien werden weiter steigen.
Gerade deshalb wird eine unabhängige Energieberatung immer wichtiger.
Bei 2Q Energieberatung unterstützen wir Eigentümer, Unternehmen und Kommunen in Siegen, Olpe, Drolshagen, Freudenberg, Attendorn, Wenden, Lennestadt, dem Märkischen Kreis und ganz Südwestfalen mit:
- individuellen Sanierungsfahrplänen (iSFP)
- Energieberatungen für Wohn- und Nichtwohngebäude
- Fördermittelberatung (BAFA & KfW)
- Energieaudits nach DIN EN 16247
- Heizlastberechnungen
- Lüftungskonzepten
- energetischen Sanierungskonzepten
Denn erfolgreiche Gebäudemodernisierung bedeutet nicht nur neue Gesetze zu erfüllen — sondern langfristig wirtschaftliche, technisch sinnvolle und zukunftssichere Lösungen zu schaffen.