Grüngasquote und Gebäudemodernisierungsgesetz

Was Hausbesitzer jetzt wissen müssen

Die energiepolitischen Rahmenbedingungen für Gebäude verändern sich derzeit schneller als viele Eigentümer erwarten. Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz und der ab Ende des Jahrzehnts steigenden Grüngasquote stehen besonders Besitzer von Gas- und Ölheizungen vor erheblichen wirtschaftlichen Risiken.

Für viele Hausbesitzer im Kreis Olpe, in Siegen-Wittgenstein, Drolshagen, Wenden, Lennestadt oder Attendorn stellt sich deshalb eine zentrale Frage:
Ist eine neue Gasheizung überhaupt noch eine langfristige Lösung?

Als unabhängige Energieberatung in der Region beobachten wir, dass die politischen Signale immer deutlicher werden.


Was die Grüngasquote bedeutet

Die sogenannte Grüngasquote verpflichtet Gasversorger künftig dazu, dem fossilen Erdgas steigende Mengen erneuerbarer Gase beizumischen. Dazu zählen vor allem:

  • Biomethan
  • synthetisches Methan
  • Wasserstoff (H₂)

Auf den ersten Blick klingt das nach einer sinnvollen Klimastrategie. In der Praxis gibt es jedoch ein grundlegendes Problem:

Die verfügbaren Mengen sind extrem begrenzt.

Experten gehen davon aus, dass erneuerbare Gase langfristig vor allem in Bereichen benötigt werden, in denen es kaum Alternativen gibt – etwa:

  • Industrieprozesse
  • Stahlproduktion
  • Chemieindustrie
  • Langstreckentransporte

Für Wohngebäude bleibt daher voraussichtlich nur ein sehr kleiner Anteil verfügbar.


Warum Grüngas teuer werden könnte

Die Herstellung von synthetischem Gas ist energieintensiv. Grüngas wird daher deutlich teurer sein als fossiles Erdgas.

Zusätzlich steigen weitere Kostenfaktoren:

  • steigender CO₂-Preis für Heizungen
  • begrenzte Verfügbarkeit von Biomethan
  • Investitionen in neue Gasnetze und Infrastruktur

Für Eigentümer in Siegen, Olpe, Kreuztal oder Drolshagen bedeutet das langfristig:

Gasheizen könnte deutlich teurer werden als heute.


Das Gebäudemodernisierungsgesetz: Verschärfung der Regeln

Parallel dazu arbeitet die Bundesregierung an einem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz, das die Transformation des Gebäudesektors beschleunigen soll.

Zentrale Ziele sind:

  • Reduktion fossiler Heizungen
  • schnellere energetische Sanierungen
  • stärkere Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich

Politisch knüpft das Gesetz an die bereits bekannte 65-%-Regel für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen an.

Doch während politisch über Ausnahmen diskutiert wird, zeigt die Realität des Energiemarktes bereits eine klare Richtung:

Die Wirtschaftlichkeit fossiler Heizsysteme verschlechtert sich zunehmend.


Das Risiko für Hausbesitzer

Viele Eigentümer hoffen weiterhin darauf, dass neue Gasheizungen langfristig mit Wasserstoff betrieben werden können.

Aus heutiger Sicht ist das jedoch höchst unsicher.

Mehrere Studien zeigen:

  • Wasserstoff wird primär für die Industrie benötigt
  • der Umbau von Gasnetzen ist teuer
  • Wasserstoff für Gebäude wäre sehr ineffizient

Für Hausbesitzer im Sauerland und Siegerland entsteht dadurch ein reales Investitionsrisiko:

Eine heute eingebaute Gasheizung könnte schon in wenigen Jahren mit stark steigenden Betriebskosten konfrontiert sein.


Wärmepumpen funktionieren auch im Altbau

In der Praxis zeigt sich immer häufiger:

Auch Bestandsgebäude können mit Wärmepumpen effizient betrieben werden.

Gerade in unserer täglichen Energieberatung im Kreis Olpe, in Siegen, Wenden, Olpe oder Lennestadt sehen wir regelmäßig, dass Wärmepumpen auch bei älteren Gebäuden funktionieren – wenn Planung und Heizlastberechnung stimmen.

Wichtige Faktoren sind dabei:

  • gute Gebäudehülle
  • angepasste Heizflächen
  • niedrige Systemtemperaturen
  • eine korrekte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831


Jetzt Förderungen sichern

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die aktuellen Förderprogramme sind weiterhin attraktiv.

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind derzeit Förderungen von bis zu 70 % möglich, beispielsweise für:

  • Wärmepumpen
  • Dämmmaßnahmen
  • Fenstertausch
  • individuelle Sanierungsfahrpläne (iSFP)

Gerade Eigentümer in Siegen, Olpe, Drolshagen, Wenden oder Finnentrop sollten diese Möglichkeiten nutzen, solange die Förderbedingungen noch so günstig sind.


Fazit: Die Zeit der fossilen Heizungen läuft aus

Die Kombination aus

  • steigender CO₂-Bepreisung,
  • begrenzten Grüngas-Mengen,
  • neuen gesetzlichen Vorgaben

macht eines deutlich:

Fossile Heizsysteme verlieren zunehmend ihre wirtschaftliche Grundlage.

Für Eigentümer bedeutet das nicht zwangsläufig eine sofortige Sanierung. Aber wer heute investiert, sollte die langfristigen Entwicklungen im Blick behalten.


Unser Tipp:
Lassen Sie Ihr Gebäude frühzeitig analysieren und entwickeln Sie eine langfristige Strategie.

Die 2Q Energieberatung unterstützt Hausbesitzer und Unternehmen im:

  • Kreis Olpe
  • Siegen-Wittgenstein
  • Sauerland
  • Siegerland

bei Fragen zu:

  • Wärmepumpen
  • Heizungsmodernisierung
  • Fördermitteln (BAFA / KfW)
  • individuellen Sanierungsfahrplänen (iSFP)